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Das IQWiG - wer entscheidet wie sie behandelt werden?

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, kurz IQWiG genannt, ist ein unabhängiges, wissenschaftliches Institut, welches den Nutzen der medizinischen Leistungen für Patienten begutachtet. Geprüft wird also die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Leistungen, gleichzeitig wird erforscht, was therapeutisch und diagnostisch tatsächlich sinnvoll ist. Die Ergebnisse werden an Ärzte und Patienten weitergegeben.

Das Institut bekommt seine Aufträge zur Forschung vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) oder vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Es kann aber auch selbständig wichtige Themen zur Gesundheitsvorsoge wissenschaftlich bearbeiten. Das ist aufgrund eines Generalauftrages seitens des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) seit März diesen Jahres möglich.

Das G-BA hat außerdem umfangreiche Forschungsaufgaben an das IQWiG vergeben:

Das Institut soll unter anderem medikamentöse Therapien untereinander vergleichen sowie nicht medikamentöse Therapien bei sieben sogenannten Volkskrankheiten erforschen – Bluthochdruck, Asthma bronchiale, Diabetes Typ 1 und Typ 2, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Demenz und Depression. Bewertet soll vor allem werden, ob es beim Patienten mit Therapiealternativen zu Verbesserungen kommt.

Allgemeine Aufgaben des IQWiG

Unter anderem sind das:

  • Die Darstellung, Recherche und Bewertung vom aktuellen medizinischen Wissenstand bei ausgewählten Krankheiten und die diagnostischen und therapeutischen Verfahren

  • Die Bewertung des Nutzens eines Arzneimittels

  • Das Verfassen von verständlichem Informationsmaterial über die Qualität und Effizienz in der Gesundheitsversorgung

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat seinen Sitz in Köln und wurde im Juni 2004 gegründet. Die Finanzierung erfolgt vollständig aus Mitteln des öffentlichen Gesundheitswesens, beispielsweise durch die Erhebung von Zuschlägen für abzurechnende Krankenhausfälle. Träger ist die Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen mit ihrem Sitz in Berlin.

Das IQWiG ist nicht beschlussfähig, es gibt seine Ergebnisse in Form von Empfehlungen dem G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) bekannt, die dieser berücksichtigt.

Die unabhängige Prüfung von Pharmazeutika

Erst seit Einrichtung des IQWiG werden Pharmazeutika auf ihren Nutzen hin überprüft. Das ist notwendig geworden, denn vorher konnte die Pharmazie nach der Genehmigung ein Medikament auf den Markt zu bringen, frei über den Preis entscheiden. Bei einer ärztliche Verschreibung mussten die Krankenkassen zahlen. Wichtig ist, einen Nutzen von neuen Medikamenten durch empirische Studien nachzuweisen, nicht nur ob das Medikament unbedenklich für die Patienten ist. Die Studien sollten (idealerweise) nicht in den interessengeleiteten Pharmazieindustrien selbst vorgenommen werden, sondern von neutraler, staatlicher Seite, zum Beispiel durch länderübergreifende Zusammenarbeit der europäischen Staaten.

Diese unabhängige Prüfung des Nutzens der Pharmazeutika ist in anderen Ländern teilweise seit vielen Jahren in Gebrauch, beispielsweise in Australien schon seit 1987, Kanada und die Schweiz folgten 1994. danach führten auch Finnland, Frankreich, Großbritannien, Neuseeland, die Niederlande und Österreich diese durchaus sinnvolle Überprüfung neuer Pharmazeutika ein.

Das IQWiG ist ein wissenschaftliches, unabhängiges Institut welches den Nutzen von medizinischen Leistungen für Patienten wie auch den Nutzen von Pharmazeutika prüft. Eine Institution mit der die Politik indirekt einen großen EInfluß nehmen wird, was in Zukunft noch von den Krankenkassen bezahlt werden wird. 

So wird das Ziel bezahlbare Medizin unterlaufen und statt dessen eine Grundversorgung installiert. Ohne Zusatzvversicherung oder den Willen zur Eigenleistung werden schon bald keine hochwertigen Behandlungen oder Medikamente mehr zu haben sein. Das dies notwendig ist, will man den Beitragssatz nicht noch schneller ansteigen lassen ist klar, nur sollte das den Bürgern auch ehrlich gesagt werden.

Wer wird dann noch eine Behandlung nach dem neusten Stand der Forschung erhalten oder bezahlen können? Haben sie sich auch schon einmal gefragt, warum ein Profifußballer auch nach einem komplizierten Bruch schon nach wenigen Wochen wieder laufen können, während du und ich für 6 Wochen auf Reha müssen, wenns mal richtig geknackst hat?

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